LONDON--()--Ricoh Europe - Die durch technologische Entwicklungen der letzten Zeit verursachten Veränderungen wirken sich in unterschiedlicher Weise auf die Branche der Finanzdienstleistungen aus. Eine von einem Computerprogramm getroffene automatisierte Entscheidung kam mehr als einem Drittel (37 Prozent) der Organisationen auf dem Finanzdienstleistungssektor mindestens einmal in den letzten sechs Monaten teuer zu stehen. Darüber hinaus gaben fast ein Drittel (31 Prozent) der Unternehmen an, im gleichen Zeitraum Kunden aufgrund einer Entscheidung eines Computerprogramms verloren zu haben. Die Einblicke stammen aus der neuen, von der Economist Intelligence Unit durchgeführten und von Ricoh gesponserten Studie Humans and Machines (Menschen und Maschinen), die die Auswirkungen von Technologie auf die menschliche Kreativität und Intuition untersucht.
„Aus den Ergebnissen wird deutlich, dass schnelles Handeln vonnöten ist“
„Aus den Ergebnissen wird deutlich, dass schnelles Handeln vonnöten ist“, betont Carsten Bruhn, Executive Vice President von Ricoh Europe. „Automatisierte Prozesse können im Finanzdienstleistungssektor erhebliche Vorteile hervorbringen. Auch wenn Technologie wertvolle Informationen liefert, müssen die Abläufe regelmäßig von Menschen (Branchenexperten) überprüft und aktualisiert werden um sicherzustellen, dass alle Vorschriften erfülltund Sicherheitsstandards gewahrt werden und dass das Leistungspotenzial erhalten bleibt. Mit optimierten Prozessen und verknüpften Systemen kann eine Arbeitsumgebung, die durch Zusammenarbeit und Kreativität geprägt ist, Kundenbedürfnissen besser gerecht werden.“
Führungskräfte im Finanzdienstleistungsbereich scheinen nach wie vor der Ansicht zu sein, dass Automation Wertschöpfung erzielt und Menschen nur in Einzelfällen – und selbst dann nur selten – eingreifen müssen. Kennzeichnend dafür ist, dass auf die Frage, wo die menschliche Vorstellungskraft oder Intuition die größte Rolle spielt, nur eine kleine Minderheit (8 Prozent) die Beachtung von Rechtsvorschriften angab. Noch weniger (6 Prozent) erklärten, Vorstellungskraft und Intuition spielten bei der Gewährleistung der Datensicherheit eine wichtige Rolle. Für die meisten Befragten sind Menschen beim Kundenkontakt (46 Prozent) und Risikomanagement (31 Prozent) aber nach wie vor sehr wichtig.
Als gravierendste Herausforderung für den Finanzdienstleistungssektor (48 Prozent) in Bezug auf Technologie wurde die Fähigkeit des Sektors genannt, Systeme miteinander zu verknüpfen.
„Es ist nicht einfach, mit dem Tempo des technologischen Wandels Schritt zu halten und gleichzeitig zu gewährleisten, dass alle Systeme miteinander verknüpft sind. Wir wissen, dass die Technologie schneller voranschreitet als die Prozesse, die sich ihrer bedienen. Um verknüpfte Systeme erfolgreich aufzubauen, sollte sich der Finanzdienstleistungssektor auf die Optimierung von Prozessen konzentrieren und seine herkömmlichen Arbeitsverfahren ändern. Führungskräfte aus dem Finanzdienstleistungsbereich vergeben die Verwaltung dieser Aufgaben zunehmend an externe Fachleute. So können sie alle Vorteile nutzen, während sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf ihr eigentliches Kerngeschäft konzentrieren können", fährt Bruhn fort.
Führungskräfte des Finanzdienstleistungssektors sind sich einig: Die neueste Technologie ist nicht immer der einzige Weg für eine erfolgreiche Zukunft. Fast drei Viertel (71 Prozent) der Teilnehmer sind der Ansicht, dass Technologie allein, ohne einen Prozess, der sie verknüpft, wenig Wertschöpfung erzielt, und 86 Prozent geben an, dass die Interaktion von Mensch und Technologie nur dann nutzbringend ist, wenn die Prozesse, welche sie miteinander verbinden, kreativer sind.
Trotz der Herausforderungen betrachtet der Finanzdienstleistungssektor die Vorteile der Technologie nach wie vor positiv. 41 Prozent der Befragten glauben, die besten Innovationen ihres Teams hätten in den letzten drei Jahren nicht ohne unterstützende Technologie umgesetzt werden können, und ein Drittel (30 Prozent) meint, diese Innovationen wären ohne diese Technologie gar nicht erst auf den Tisch gekommen. Weitere 78 Prozent geben an, dass ihnen Technologie zu mehr Produktivität verhilft. Die Technologie als solche scheint jedoch noch nicht wichtige Schlüsselaktivitäten wie beispielsweise die Entscheidungsfindung oder die Entwicklung innovativer Ideen übernommen zu haben.
Bruhn fügt hinzu: „Technologie unterstützt eindeutig neue Ideen für den Finanzdienstleistungssektor. Wir haben jetzt die Chance, eine Zukunft zu erschaffen, in der die Technologie menschliche Fähigkeiten ergänzt und nicht mit ihnen in Konkurrenz tritt. Sie ermöglicht vielmehr die menschliche Kreativität und Innovationskraft. Auf diese Weise wird das Geschäftsleben flexibler, Kunden können besser betreut werden, Prozesse werden effizienter, Datensicherheit und Compliance-Management effektiver.“
Laden Sie die Einblicke in den Finanzdienstleistungssektor herunter von www.ricoh.de/thoughtleadership
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Über Ricoh
Ricoh ist ein weltweit tätiger Technologieanbieter mit Hauptsitz in Tokio, der sich auf Lösungen für Bildbearbeitung, Produktionsdruck, Managed Document Services und IT-Dienstleistungen spezialisiert hat. Die Ricoh Group ist in mehr als 200 Ländern und Regionen tätig. Im Geschäftsjahr bis März 2012 verzeichnete sie weltweit Umsätze in Höhe von 1.903 Mrd. Yen (rund 23 Mrd. US$).
Die Ricoh Group bezieht einen Großteil ihrer Einnahmen aus Produkten, Lösungen und Services, die die Interaktion zwischen Mensch und Daten verbessern. Des Weiteren stellt Ricoh erstklassige Digitalkameras und spezielle Industrieprodukte her. Ricoh ist ein Begriff für hochwertige Technologie, erstklassige Standards in der Kundenbetreuung und Initiativen für Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit.
Unter dem Firmenmotto imagine. change. hilft Ricoh Unternehmen, ihre Arbeitsprozesse zu überdenken, zu verändern und die kollektive Fantasie ihrer Mitarbeiter zum Einsatz zu bringen.
Weitere Informationen finden Sie auf
www.ricoh-europe.com
Über die Studie
Die in diesem Artikel angesprochene Analyse sowie das umfassendere White Paper, dem die Analyse entnommen ist, basieren auf einer zweiteiligen, von der Economist Intelligence Unit durchgeführten Studie. Der erste Teil ist eine Umfrage, die im November und Dezember 2012 unter 432 Führungskräften (darunter 63 aus dem Finanzsektor) durchgeführt wurde. Die Führungskräfte wurden nach ihren Ansichten zur Wechselwirkung zwischen Technologie und menschlicher Fantasie in ihren Organisationen befragt. Die Befragten rekrutierten sich aus Ländern rund um den Globus, in etwa zu gleichen Teilen aus Europa, Nordamerika und dem Raum Asien/Pazifik. Alle Teilnehmer sind auf hoher Managementebene tätig: 50% gehören zum C-Level oder Vorstand. Vertreten waren über 20 verschiedene Branchen – neben Finanzdienstleistungen waren auch das Bildungswesen, der staatliche/öffentliche Sektor (einschließlich Gesundheitswesen), Herstellung und Technologie stark vertreten. Etwas über die Hälfte der untersuchten Organisationen (53%) verzeichnen jährliche Einnahmen in Höhe von mehr als US$ 500 Mio., bei fast einem Fünftel sind es sogar US$10 Mrd. oder mehr. Ergänzend zur Umfrage wurden 20 ausführliche Interviews mit Vordenkern aus Wirtschaft und Technologie sowie leitenden Führungskräften aus unterschiedlichen Sparten geführt.


