Moody’s Analytics: Rezessionsende in der Eurozone voraussichtlich 2013

LONDON--()--Moody’s Analytics, ein führender unabhängiger Anbieter ökonomischer Prognosen, erwartet für 2013 keinen weiteren Rückgang des BIP der Eurozone. So lautet das Ergebnis der Wirtschaftsprognose für die Eurozone, die bei seiner heute stattfindenden jährlichen Wirtschaftskonferenz präsentiert wurde.

„Wir gehen davon aus, dass das BIP der Eurozone 2013 um 0,2% wachsen wird. Das ist eine geringfügige Verbesserung, verglichen mit der Schätzung von -0,5% für 2012. Dennoch bestehen weiterhin beträchtliche Risiken, wodurch das Gebiet in die Rezession absinken“

Deutschland ist voraussichtlich eines der wenigen Länder der Währungsunion, das 2013 ein positives BIP meldet, was auf 1,2% geschätzt wird – gerade mal die Hälfte des für die USA prognostizierten BIPs.

„Wir gehen davon aus, dass das BIP der Eurozone 2013 um 0,2% wachsen wird. Das ist eine geringfügige Verbesserung, verglichen mit der Schätzung von -0,5% für 2012. Dennoch bestehen weiterhin beträchtliche Risiken, wodurch das Gebiet in die Rezession absinken“, erklärt Petr Zemcik, Director of European Economic Research von Moody’s Analytics.

Deutschland wird 2013 weiterhin einer der wesentlichen Wachstumtreiber bleiben, und Moody’s Analytics geht von einer inländischen Nachfrage und einem überraschend stabilen externen Handel aus, um ein positives BIP-Wachstum zu erzielen. Ferner wird erwartet, dass das französische BIP geringfügig auf 0,4% steigen wird. Das BIP in Spanien und Griechenland wird sich jedoch auch 2013 voraussichtlich mit -1,5% bzw. -4,2% im negativen Bereich bewegen.

Moody’s Analytics geht ferner davon aus, dass die Wirtschaftsaktivität 2013 von zwei bedeutenden Ereignissen geprägt sein wird: Erstens, ob Spanien Gelder aus dem Rettungsfonds beantragt, wodurch die Schulden des Landes von der EZB gekauft werden könnten und der Druck auf das Wachstum der Eurozone teilweise verringert würde. Zweitens, der potenzielle Austritt Griechenlands aus der Eurozone. „Wenn Griechenland die Währungsunion verlässt, rechnet Moody’s Analytics damit, dass das Output der Eurozone 2013 um 4,5% zurückgeht“, so Zemcik.

Länderspezifische Herausforderungen beinhalten neben fiskalpolitischen Risiken die hohen Haushaltsschulden in Großbritannien, Portugal und Spanien, inflexible doppelte Arbeitsmärkte in den südlichen europäischen Ländern und der etwas überbewertete Immobilienmarkt in Deutschland und Frankreich.

Ein Negativszenario der von Moody’s Analytics erstellten BIP-Wachstumsprognose für die zentrale Eurozone von 1,2% für 2013 ist das Potenzial einer neuen spanischen Bankenkrise. Dies hätte für Europa weitreichende Folgen aufgrund der Risiken von Banken in anderen Ländern als Spanien, und die bereits bestehenden Staatsverschuldungsprobleme in anderen Ländern würden sich verschärfen. Im Rahmen dieses Szenarios ginge das BIP der Eurozone bis Mitte 2015 um 6,7% zurück.

Für weitere Informationen über die Prognosen von Moody’s Analytics mit alternativen Szenarien besuchen Sie bitte www.economy.com/scenarios.

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