GLASGOW, Großbritannien--()--MSD, in den USA und Kanada als Merck bekannt, legte heute neue Daten einer Post-hoc-Subgruppenanalyse drei doppelblinder klinischer Studien vor. Dabei zeigte ISENTRESS® (Raltegravir) nach 240 Behandlungswochen eine konsistente langfristige Virensuppression und ein gut nachgewiesenes Sicherheitsprofil bei erwachsenen Patienten mit sowohl HIV-1- als auch Hepatitis-C-Infektion (HCV) und/oder Hepatitis B (HBV) im Vergleich zu erwachsenen HIV-1-Patienten. An diesen Studien nahmen zuvor unbehandelte (STARTMRK-Studie) und vorbehandelte (BENCHMRK-Studien 1 und 2) erwachsene HIV-1-Patienten teil. Die Studienergebnisse wurden während einer Posterpräsentation auf dem 11. internationalen Kongress zu HIV und Arzneimittelbehandlungen von HIV-Infektionen (HIV 11) in Glasgow, Schottland, vorgelegt (Poster Nr. P127).
„Diese neue Analyse liefert wertvolle Erkenntnisse über die langfristige Sicherheit und Wirksamkeit von ISENTRESS bei mit HIV-1 und HCV und/oder HBV koinfizierten Patienten“
In diesen Studien wurden moderat bis schwerwiegend erhöhte Leberenzymwerte häufiger bei mit HCV und/oder HBV koinfizierten Patienten beobachtet als bei ausschließlich mit HIV-1 infizierten Patienten.
Raltegravir ist als erster HIV-1-Integrasehemmer in Kombination mit anderen antiretroviralen Wirkstoffen (ARV) zur Behandlung von HIV-1-Infektionen Erwachsener indiziert. Diese Indikation beruht auf den Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten aus zwei placebokontrollierten Doppelblindstudien an vorbehandelten Patienten und einer aktiv kontrollierten Doppelblindstudie an nicht vorbehandelten Patienten. Zwei dieser Studien wurden über 96 Wochen an klinisch fortgeschrittenen, mit Dreiklassen-ARV [nichtnukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NNRTI), nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren NRTI), Proteaseinhibitoren (PI)] vorbehandelten, erwachsenen Patienten durchgeführt, während die andere Studie nicht vorbehandelte Patienten über einen Zeitraum von 156 Wochen beobachtete. Die Verwendung anderer aktiver Wirkstoffe in Verbindung mit Raltegravir wird mit einer höheren Ansprechwahrscheinlichkeit in Verbindung gebracht.
„Diese neue Analyse liefert wertvolle Erkenntnisse über die langfristige Sicherheit und Wirksamkeit von ISENTRESS bei mit HIV-1 und HCV und/oder HBV koinfizierten Patienten“, sagte Dr. Jürgen Rockstroh von der Universität Bonn, Bonn-Venusberg, Deutschland. „Die Koinfektion mit HCV stellt ein ernstes Problem dar, das weltweit etwa ein Drittel der mit HIV lebenden Menschen betrifft. Darüber hinaus sind etwa fünf bis 15 Prozent der globalen HIV-Population von HBV betroffen. Besondere Sorgen bestehen bei koinfizierten Patienten, die sich möglicherweise mehreren Behandlungen unterziehen und bei denen mögliche Wechselwirkungen der verschiedenen Medikamente Schwierigkeiten aufwerfen können.“
Aufbau der Studien STARTMRK, BENCHMRK-1 und BENCHMRK-2
STARTMRK war eine multizentrische, doppelblinde, randomisierte, aktiv kontrollierte Phase-III-Nichtinferioritätsstudie mit einer Laufzeit von 240 Wochen, bei der 563 nicht vorbehandelte erwachsene Patienten mit HIV-1-RNA-Werten von mehr als 5000 Kopien je ml entweder zweimal täglich 400 mg Raltegravir oral verabreicht bekamen (n=281) oder einmal täglich 600 Efavirenz oral erhielten (n=282), jeweils in Kombination mit Tenofovir/Emtricitabin. In beiden Studienarmen lag bei 6 Prozent der nicht vorbehandelten Patienten (n=34) eine Koinfektion mit Hepatitis C und/oder B vor. Von den koinfizierten Patienten, welche die Therapie mit Raltegravir erhielten (n=18), waren 28 Prozent mit HCV (n=5) und 72 Prozent (n=13) mit HBV koinfiziert. Der primäre Endpunkt war eine Verringerung der HIV-1-Viruslast auf weniger als 50 Kopien/ml nach 48 Wochen.
BENCHMRK-1 und -2 waren multizentrische, doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte, 156-wöchige Phase-III-Studien an 699 vorbehandelten erwachsenen Patienten mit dreiklassenresistentem HIV-1, die nicht auf antiretrovirale HIV-1-Therapien ansprachen. Diese bekamen entweder zweimal täglich 400 mg Raltegravir oral verabreicht (n=462) oder erhielten ein Placebo (n=237), jeweils in Kombination mit optimierter Hintergrundtherapie (OBT). Im Anschluss an die Blindstudie wurde eine offene Indikationserweiterungsstudie mit Raltegravir als Teil einer Kombinationsbehandlung durchgeführt und die Ergebnisdaten nach 240 Wochen analysiert. Die primären Endpunkte der beiden Studien waren eine Verringerung der HIV-1-Viruslast auf weniger als 400 Kopien/ml nach 16 Wochen. In beiden Armen dieser Studien waren 16 Prozent der Patienten (n=114) mit Hepatitis C und/oder B koinfiziert. Von den koinfizierten Patienten, welche die Therapie mit Raltegravir erhielten (n=77), waren 48 Prozent mit HCV (n=37), 47 Prozent (n=36) mit HBV und 5 Prozent (n=4) mit sowohl HCV als auch HBV koinfiziert.
Neben den sonstigen Aufnahme- und Ausschlusskriterien konnten mit HIV-1 und HCV und/oder HBV koinfizierte Patienten in die drei Studien aufgenommen werden, wenn sie eine stabile chronische HCV- und/oder HBV-Infektion aufwiesen und ihre Aspartataminotransferase- (AST) und Alaninaminotransferasewerte (ALT) bei Studienbeginn maximal fünffach höher als die obere Normgrenze waren. Eine Post-hoc-Subgruppenanalyse dieser koinfizierten Patienten aus den drei Studien wurde anhand der „Observed Failure“-Methode durchgeführt. Koinfizierte Patienten, die ihre Therapie wegen mangelnder Wirksamkeit abbrachen, galten dabei als Therapieversager und die Probanden, welche ihre Behandlung aus anderen Gründen abbrachen, wurden zu nachfolgenden Zeitpunkten nicht mehr berücksichtigt.
In der Post-hoc-Subgruppenanalyse zeigte Raltegravir als Teil einer Kombinationstherapie nach 240 Wochen eine anhaltende Wirksamkeit bei nicht vorbehandelten und vorbehandelten erwachsenen HIV-1-Patienten, die mit HCV und/oder HBV koinfiziert sind.
In der STARTMRK-Studie - der längsten doppelblinden Phase-III-Nichtinferioritätsstudie zur Beurteilung eines Integrasehemmers bei der Behandlung nicht vorbehandelter Erwachsener mit HIV-1 - zeigte die Therapie mit Raltegravir eine konsistente Wirksamkeit, indem sie die HIV-1-Viruslast nach 240 Wochen bei 90,9 Prozent (10 von 11) der koinfizierten Patienten und 89,1 Prozent (188 von 211) der mit HIV-1 monoinfizierten Patienten auf unter 50 Kopien/mL reduzierte. Im Efavirenz-Studienarm wurde die Viruslast nach 240 Wochen bei 91,7 Prozent (11 von 12) der koinfizierten und 80,0 Prozent (160 von 200) der mit HIV-1 monoinfizierten Patienten auf unter 50 Kopien/mL reduziert.
In den BENCHMRK-Studien 1 und 2 war die Reduzierung der HIV-1-Viruslast auf unter 50 Kopien/ml nach 156 Wochen ein sekundärer Endpunkt. Die Behandlung mit Raltegravir reduzierte die HIV-1-Viruslast nach 156 Wochen bei 62,3 Prozent (38 von 61) der koinfizierten und 57,9 Prozent (195 von 337) der mit HIV-1 monoinfizierten Patienten auf unter 50 Kopien/ml. In der offenen Erweiterung der Studie zeigte die Therapie mit Raltegravir eine konsistente Wirksamkeit, indem sie die HIV-1-Viruslast nach 240 Wochen bei 50 Prozent (27 von 54) der koinfizierten Patienten und 52,5 Prozent (166 von 316) der mit HIV-1 monoinfizierten Patienten auf unter 50 Kopien/mL reduzierte. Die Behandlung mit Placebo plus OBT reduzierte die HIV-1-Viruslast nach 156 Wochen bei 14,7 Prozent (5 von 34) der koinfizierten und 26,3 Prozent (46 von 175) der mit HIV-1 monoinfizierten Patienten auf unter 50 Kopien/ml. Bei der offenen Erweiterung der Studie wurde die die HIV-1-Viruslast im Placebo-plus-OBT-Arm nach 156 Wochen bei 14,7 Prozent (5 von 34) der koinfizierten und 20,5 Prozent (33 von 161) der mit HIV-1 monoinfizierten Patienten auf unter 50 Kopien/ml reduziert.
Die neue Analyse untersuchte außerdem die CD4-Zellenanzahl dieser Patientengruppen in den verschiedenen Studien. Die mittleren Ausgangswerte und die mittlere Veränderung vom Ausgangswert nach 240 Wochen:
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STARTMRK, Woche 240 |
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Mittlere CD4-Zellenanzahl (Zellen/mm 3) zu Studienbeginn |
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| RAL | EFV | |||
| HCV/B-positiv | 196,5 | 101,5 | ||
| HCV/B-negativ | 213,0 | 208,0 | ||
| CD4-Veränderung gegenüber dem Ausgangswert (Zellen/mm3) | ||||
| RAL | EFV | |||
| Mittelwert (95% CI) | Mittelwert (95% CI) | |||
| HCV/B-positiv |
340 (156, 524) |
357 (255, 460) |
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| HCV/B-negativ |
375 (346, 405) |
309 (280, 338) |
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Mittlere CD4-Zellenanzahl zu Studienbeginn und mittlere Veränderung gegenüber dem Ausgangswert nach 156 und 240 Wochen der BENCHMRK-Studien 1 und 2
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BENCHMRK-Studie 1 und -2, Woche 156 (DB*), Woche 240 (OL RAL**) |
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Mittlere CD4-Zellenanzahl (Zellen/mm 3) zu Studienbeginn |
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| RAL | PBO plus OBT | |||
| HCV/B-positiv | 165,0 | 125,0 | ||
| HCV/B-negativ | 111,5 | 123,0 | ||
| CD4-Veränderung gegenüber dem Ausgangswert (Zellen/mm3) | ||||
| RAL | PBO plus OBT | |||
| Mittelwert (95% CI) | Mittelwert (95% CI) | |||
| Woche 156 | ||||
| HCV/B-positiv |
140 (94, 186) |
31 (3, 58) |
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| HCV/B-negativ |
168 (148, 189) |
69 (49, 89) |
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| Woche 240 | ||||
| HCV/B-positiv |
155 (98, 212) |
37 (4, 70) |
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| HCV/B-negativ |
188 (163, 213) |
66 (43, 90) |
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| Hinweis: Bei den BENCHMRK-Studien wurden alle Patienten ab Woche 156 offen mit RAL behandelt. | ||||
| *DB – doppelblind | ||||
| **OL RAL – offene Verabreichung von Raltegravir | ||||
Gut nachgewiesenes Sicherheitsprofil von Raltegravir als Teil einer Kombinationstherapie an nicht vorbehandelten und vorbehandelten mit sowohl HIV-1 als auch HCV und/oder HBV koinfizierten erwachsenen Patienten nach 240 Wochen bestätigt
In allen Studien und Behandlungsarmen wurden moderat bis schwerwiegend erhöhte Leberenzymwerte (einschließlich Leberenzymwerterhöhungen dritten und vierten Grades) häufiger bei mit HCV und/oder HBV koinfizierten erwachsenen HIV-1-Patienten beobachtet als bei ausschließlich mit HIV-1 infizierten Patienten.
In der STARTMRK-Studie traten nach 240 Wochen im Raltegravir-Arm bei 5,6 Prozent (n=1) der koinfizierten Patienten und 5,7 Prozent (n=15) der monoinfizierten HIV-1-Patienten hepatobiliäre Ereignisse auf, während dies im Efavirenz-Arm bei keinen koinfizierten Patienten und 3,4 Prozent (n=9) der monoinfizierten HIV-1-Patienten der Fall war. Unter Berücksichtigung der Behandlungsdauer in den BENCHMRK-Studien traten die hepatobiliären Ereignisse im Raltegravir-Arm bei koinfizierten Patienten mit einer Häufigkeit von 2,5 Fällen pro 100 Patientenjahre und bei monoinfizierten HIV-1-Patienten mit einer Häufigkeit von 1,7 Fälle pro 100 Patientenjahre auf. Im Placebo-plus-OBT-Arm wurden bei den koinfizierten Patienten 3,8 Fälle pro 100 Patientenjahre und bei den monoinfizierten HIV-1-Patienten 2,9 Fälle pro 100 Patientenjahre beobachtet.
Nach 240 Wochen waren bei der STARTMRK-Studie arzneimittelbedingte ungünstige Ereignisse im Raltegravir-Arm bei 66,7 Prozent (n=12) der koinfizierten und 51,0 Prozent (n=134) der monoinfizierten HIV-1-Patienten und im Efavirenz-Arm bei 75,0 Prozent (n=12) der koinfizierten Patienten sowie bei 80,5 Prozent (n=214) der monoinfizierten HIV-1-Patienten aufgetreten. Bei den BENCHMRK-Studien 1 und 2 war eine Häufigkeit von 18,3 bzw. 19,9 solcher Ereignisse pro 100 Patientenjahre im Raltegravir-Arm und von 41,5 bzw. 35,7 solcher Ereignisse pro 100 Patientenjahre im Placebo-plus-OBT-Arm festzustellen. Außerdem waren nach 240 Wochen bei der STARTMRK-Studie ernste unerwünschte Ereignisse im Raltegravir-Arm bei 22,2 Prozent (n=4) der koinfizierten und 20,2 Prozent (n=53) der monoinfizierten HIV-1-Patienten und im Efavirenz-Arm bei 18,8 Prozent (n=3) der koinfizierten Patienten sowie bei 20,3 Prozent (n=54) der monoinfizierten HIV-1-Patienten aufgetreten. Bei den BENCHMRK-Studien 1 und 2 war eine Häufigkeit von 12,0 bzw. 10,6 solcher Ereignisse pro 100 Patientenjahre im Raltegravir-Arm und von 17,0 bzw. 15,1 solcher Ereignisse pro 100 Patientenjahre im Placebo-plus-OBT-Arm festzustellen.
Der Anteil der koinfizierten bzw. mit HIV-1 monoinfizierten Patienten, welche die Therapie nach 240 Wochen abgebrochen hatten, belief sich in der STARTMRK-Studie im Raltegravir-Arm auf 5,6 Prozent (n=1) bzw. 4,9 Prozent (n=13) und auf 6,3 Prozent (n=1) bzw. 8,3 Prozent (n=22) im Efavirenz-Arm. Bei den BENCHMRK-Studien 1 und 2 lag die Abbruchhäufigkeit im Raltegravir-Arm bei 2,1 bzw. 2,0 Ereignissen pro 100 Patientenjahre und im Placebo-plus-OBT-Arm bei 3,8 bzw. 3,8 Ereignissen pro 100 Patientenjahre.
Ausgewählte Sicherheitsinformationen
Therapeutische Indikationen
ISENTRESS ist in Kombination mit anderen antiretroviralen Medizinprodukten zur Behandlung erwachsener Patienten mit einer Infektion des menschlichen Immunschwächevirus HIV-1 indiziert.
Diese Indikation beruht auf den Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten aus zwei placebokontrollierten Doppelblindstudien an vorbehandelten Patienten und einer aktiv kontrollierten Doppelblindstudie an nicht vorbehandelten Patienten.
Kontraindikationen
ISENTRESS ist bei Patienten kontraindiziert, die auf einen Bestandteil dieses Medikaments überempfindlich reagieren.
Vorsichtsmaßnahmen
Immunrekonstitutionssyndrom
Bei HIV-infizierten Patienten, die zum Zeitpunkt des Beginns einer antiretroviralen Kombinationstherapie (CART) eine schwerwiegende Immunschwäche aufweisen, kann eine entzündliche Reaktion auf asymptomatische oder zurückgebliebene opportunistische Pathogene auftreten und ernste klinische Befunde bzw. eine Verschärfung der Symptome herbeiführen. Derartige Reaktionen wurden typischerweise innerhalb der ersten Wochen oder Monate nach Beginn einer CART beobachtet. Relevante Beispiele sind Zytomagelievirus-Retinitis, generalisierte und/oder fokale mykobakterielle Infektionen und durch Pneumocystis jiroveci (zuvor bekannt als Pneumocystis carinii) hervorgerufene Lungenentzündung. Alle entzündlichen Symptome sollten untersucht und je nach Bedarf behandelt werden.
Wechselwirkungen mit anderen Mitteln
Vorsicht ist geboten, wenn ISENTRESS in Verbindung mit potenten 1A1-UGT-Induktoren verabreicht wird (z. B. Rifampicin). Rifampicin reduziert die Plasmapegel von Raltegravir. der Effekt auf die Wirksamkeit von Raltegravir ist unbekannt. Falls sich eine gleichzeitige Verabreichung von Rifampicin jedoch nicht vermeiden lässt, kann eine Verdopplung der Dosierung von ISENTRESS in Erwägung gezogen werden.
Nebenwirkungen
In der Sammelanalyse der Phase-III-Studien traten bei den vorbehandelten Patienten der Gruppe, die zweimal täglich 400 mg ISENTRESS plus OBT erhielten, und in der mit Placebo + OBT behandelten Vergleichsgruppe die folgenden ungünstigen Ereignisse am häufigsten auf (≥ 1/100 bis < 1/10), unabhängig von Schweregrad und Ursache: anomale Träume, Schlaflosigkeit, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Höhenangst, abdominale Distention, Unterleibsschmerzen, Durchfall, Flatulenz, Übelkeit, Erbrechen, Ausschlag, Asthenie, Müdigkeit, Pyrexie, erhöhte Alaninaminotransferase, atypische Lymphozyten, erhöhte Aspartataminotransferase, erhöhte Triglyzeridkonzentration im Blut, erhöhte Lipasewerte.
In der Sammelanalyse der vorbehandelten Patienten lag der Anteil der Patienten, welche die Therapie aufgrund ungünstiger Reaktionen abbrachen in der mit ISENTRESS + OBT behandelten Gruppe bei 3,9 Prozent und in der mit Placebo + OBT behandelten Gruppe bei 4,6 Prozent. Bei den nicht vorbehandelten Patienten belief sich die Häufigkeit von Therapieabbrüchen infolge ungünstiger Reaktionen bei den mit ISENTRESS + Emtricitabin (+) Tenofovir behandelten Patienten auf 3,6 Prozent und bei den mit Efavirenz + Emtricitabin (+) Tenofovir behandelten Patienten auf 6,7 Prozent.
Ausgewählte ungünstige Ereignisse
Bei mit ISENTRESS behandelten Probanden traten anomale Kreatinkinase-Laborwerte zweiten bis vierten Grades auf. Myopathie und Rhabdomyolyse wurden berichtet. Lassen Sie bei Patienten Vorsicht walten, die in der Vergangenheit unter Myopathie oder Rhabdomyolyse litten oder prädisponierende Faktoren aufweisen, einschließlich der Behandlung mit medizinischen Produkten, welche mit diesen Befunden in Zusammenhang stehen.
Ernste Ereignisse
Im Rahmen klinischer Studien wurden die folgenden ernsten arzneimittelbedingten ungünstigen Ereignisse beobachtet: Gastritis, Hepatitis, Niereninsuffizienz, Genitalherpes, versehentliche Überdosierung, Anämie, Immunrekonstitutionssyndrom, psychische Störungen und Suizidversuche.
Gleichzeitig vorhandene Befunde
Bei den Phase-3-Studien wurden vorbehandelte Patienten (N=114/699 bzw. 16%) und nicht vorbehandelte Patienten (N=34/563 bzw. 6%) mit chronischer (aber nicht akuter) aktiver Hepatitis-B- und/oder Hepatitis-C-Koinfektion zugelassen, vorausgesetzt, dass ihre Leberfunktionswerte zu Beginn der Studie maximal fünffach höher als die obere Normgrenze waren. Generell war das Sicherheitsprofil von ISENTRESS bei Patienten mit Hepatitis-B- und/oder Hepatitis-C-Koinfektion ähnlich wie bei den Patienten ohne Hepatitis-B- und/oder Hepatitis-C-Koinfektion, obwohl Anomalien von Aspartataminotransferase und Alaninaminotransferase in beiden Behandlungsgruppen bei den mit Hepatitis B und/oder C koinfizierten Patienten etwas häufiger vorkamen.
Dosierung und Verabreichung:
Zur Behandlung von Patienten mit HIV-1-Infektionen wurde eine Dosis von 400 mg ISENTRESS zweimal täglich oral mit oder ohne Nahrungsaufnahme verabreicht. ISENTRESS ist als Teil einer Kombinationstherapie mit anderen antiretroviralen Wirkstoffen anzuwenden.
Über ISENTRESS
ISENTRESS ist MSDs Integrasehemmer zur Behandlung von mit HIV-1 infizierten erwachsenen Patienten im Rahmen einer Kombinationstherapie. Raltegravir wirkt, indem es HIV-1-DNA durch das Intergraseenzym in die menschliche DNA einführt, und hat eine schnelle antivirale Aktivität gezeigt. Wenn die Integrase an der Ausführung ihrer wesentlichen Funktion gehindert ist, beeinträchtigt dies die Fähigkeit des Virus, sich zu reproduzieren und neue Zellen zu infizieren. Andere HIV-1-Medikamente blockieren zwei weitere Enzyme, die für die Replikation von HIV-1 notwendig sind - Protease und reverse Transkriptase. Raltegravir ist nun als Betstandteil einer Kombinationstherapie in über 45 Ländern zur Erstbehandlung von erwachsenen HIV-1-Patienten zugelassen und darf in über 90 Ländern an vorbehandelte erwachsene Patienten mit HIV-1 verabreicht werden. Merck ist weiterhin dabei, stellt zusätzliche Zulassungsanträge in aller Welt zu stellen.
Über MSD
MSD ist heute ein globaler Branchenführer im Gesundheitswesen, der zur Gesundheit der Menschen weltweit beiträgt. MSD ist ein Markenname von Merck & Co., Inc., einem Unternehmen mit Hauptsitz in Whitehouse Station im US-Bundesstaat New Jersey. Durch unsere rezeptpflichtigen Arzneimittel, Impfstoffe, biologischen Therapien, Pflegeprodukte für Verbraucher und veterinärmedizinischen Mittel arbeiten wir mit unseren Kunden zusammen und bieten innovative Gesundheitslösungen in über 140 Ländern an. Darüber hinaus zeigt sich unser Engagement für eine zugänglichere Gesundheitsversorgung in weitreichenden Grundsätzen, Programmen und Partnerschaften. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte www.msd.com und setzen Sie sich über Twitter, Facebook und YouTube mit uns in Verbindung.
Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Pressemitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen im Sinne der Safe-Harbor-Bestimmungen des US-amerikanischen Private Securities Litigation Reform Act von 1995. Solche Aussagen schließen ein, sind aber nicht beschränkt auf Aussagen über die Vorteile der Fusion von Merck und Schering-Plough, einschließlich zukünftiger finanzieller und betrieblicher Ergebnisse, der Pläne, Zielsetzungen, Erwartungen und Absichten der vereinigten Unternehmen sowie anderer Aussagen, bei denen es sich nicht um historische Fakten handelt. Solche Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Ansichten und Erwartungen des Managements von Merck und unterliegen bedeutenden Risiken und Ungewissheiten. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Darstellungen der zukunftsbezogenen Aussagen abweichen.
Unter anderem könnten die folgenden Faktoren zur Folge haben, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den Darstellungen der zukunftsbezogenen Aussagen abweichen: die Möglichkeit, dass alle der erwarteten Synergien aus der Fusion von Merck und Schering-Plough nicht order nicht in dem erwarteten Zeitrahmen realisiert werden, die Auswirkungen von der Regulierung der Pharmaindustrie und der Gesetzgebung im Gesundheitswesen in den USA und anderen Ländern, Mercks Fähigkeit, zukünftige Marktbedingungen korrekt vorherzusagen, Die Abhängigkeit von der Durchsetzbarkeit der Patente des Unternehmens und anderer Schutzvorkehrungen für innovative Produkte, sowie das Risiko von Rechtsverfahren und/oder regulatorischen Maßnahmen.
Merck verpflichtet sich in keiner Weise zur öffentlichen Aktualisierung zukunftsgerichteter Aussagen infolge neuer Informationen, zukünftiger Ereignisse oder aus sonstigen Gründen. Weitere Faktoren, aufgrund derer die Ergebnisse maßgeblich von den Darstellungen der zukunftsgerichteten Aussagen abweichen könnten, sind in dem Jahresbericht von Merck für das Jahr 2011 auf Formular 10-K und den anderen Eingaben des Unternehmens an die US-Börsenaufsicht SEC enthalten, die auf deren Website (www.sec.gov) erhältlich sind.
ISENTRESS® ist eine eingetragene Marke von Merck Sharp & Dohme Corp., einem Tochterunternehmen von Merck & Co., Inc., Whitehouse Station, New Jersey, USA
Bitte lesen Sie die vollständigen Verschreibungsinformationen für ISENTRESS unter http://www.medicines.org.uk/EMC/medicine/20484/SPC/Isentress+400+mg+Film-coated+Tablets/.
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